Meeresverschmutzung

Auslaufendes Öl, Abfallentsorgung, zurückgelassene Fischerei-Container u. a.

Die Nordsee ist von Dorsten als Ausflugsziel nicht allzu weit entfernt. – Alarmstufe: Bis 2030 will die EU saubere Ozeane. Der Europäische Rechnungshof warnt in einem Bericht eindringlich, dass die Meere der Europäischen Union nach wie vor im Zuge der Schifffahrt verschmutzt werden. „Trotz Verbesserungen in den letzten Jahren zeigt sich die EU unfähig, hier wirklich Abhilfe zu schaffen“, sagte Nikolaos Milionis, Mitglied des Europäischen Rechnungshofs. – Verschmutzung sei im Großteil der europäischen Meere noch ein Problem – etwa, weil Öl ins Meer läuft, Abfälle unsachgemäß entsorgt werden, Fischereiausrüstung im Meer zurückgelassen wird oder Container verloren gehen. „Das Null-Schadstoff-Ziel zum Schutz der menschlichen Gesundheit, der biologischen Vielfalt und der Fischbestände liegt also in weiter Ferne“, sagte Milionis. 2022 war ein Umweltaktionsprogramm der EU in Kraft getreten, das Ziele für die EU-Umwelt- und Klimapolitik bis 2030 festlegt. Ein Punkt ist das Null-Schadstoff-Ziel für die Meere. Die EU-Gesetze seien zwar verschärft worden und teilweise strenger als internationale Vorgaben, doch die Umsetzung durch die 22 EU-Küstenanrainer sei „bei Weitem nicht zufriedenstellend“, heißt es vom Rechnungshof.
Die EU-Prüfer warnen zum Beispiel, dass Eigentümer von Schiffen Recyclingpflichten umgehen, indem sie Schiffe in einem Land außerhalb der EU registrieren lassen. Laut Rechnungshof fallen zudem Sanktionen für Umweltsünder nach wie vor milde aus (dpa, März 2025).

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