Krötenwanderung 2025

Stadt Dorsten prüft und installiert Dauerschutz an gefährlichen Straßen

Die Krötenwanderungen zu Laichgewässern im Februar/März fanden auch wieder in Dorsten statt. Die Stadt überlegte, Tiere an besonders gefährlichen Orten noch besser zu schützen. Mit Beginn des Frühlings begann auch in Dorsten wieder die Wanderung zahlreicher Amphibien – darunter Kröten, Frösche und Molche, die von ihren Winterquartieren zu ihren Laichgewässern ziehen. Doch auf diesem Weg lauern Gefahren: Viele Tiere müssen Straßen überqueren und werden dabei überfahren. Um den Bestand der Amphibien im Stadtgebiet zu schützen und zu fördern, setzen sich der örtliche Naturschutzbund (NABU), die Biologische Station Kreis Recklinghausen und die Stadt Dorsten deshalb gemeinsam für gezielte Schutzmaßnahmen ein. Dazu gehören nächtliche Straßensperrungen sowie Amphibienschutzzäune entlang besonders gefährdender Straßenabschnitte.
„Auch in diesem Jahr wollen die Beteiligten an diesen Maßnahmen festhalten“, heißt es in einer Berichtsvorlage der Stadt für die Mitglieder des Dorstener Umwelt- und Planungsausschusses, der am 18. Februar im großen Sitzungssaal des Dorstener Rathauses tagte. Allerdings: Trotz der Hinweisschilder und wiederholter Appelle halten sich jedoch immer wieder Verkehrsteilnehmer nicht an die Absperrungen, wodurch jedes Jahr zahlreiche Tiere auf Dorstener Straßen verenden. Daher prüft die Stadt nun, ob an besonders kritischen Abschnitten – etwa an der Wulfener Straße (L 608), der Straße Im Schöning (Lembeck) und der Frankenstraße (Wulfen) – dauerhafte Amphibienschutzeinrichtungen installiert werden können. Mehrere Hersteller bieten solche Leitsysteme aus Beton und Stahl an, aber auch Tunnelelemente, die unter der Fahrbahn her führen.
An der Wulfener Straße (Schlossallee) zwischen B 58 in Wulfen und Lembeck sei bereits im Rahmen des Neubaus des Radweges am Schloss Lembeck die Errichtung einer solchen Schutzeinrichtung geplant, so die Stadt. Da Dauer-Schutzeinrichtungen nicht gerade günstig sind, will die Stadt eine mögliche Finanzierung durch Fördermittel prüfen. Bis dahin bleibt es bei den Absperrungen, die demnächst auf den Straße „Im Schöning“ und an der Frankenstraße, aber auch an den weiteren „Krötenwanderungs-Hotspots“ Brauckweg (Hervest), Kaisersweg (Lembeck) und an der Gälkenheide (Wulfen) eingerichtet werden.

Stadt informiert über Termine der Absperrungen

Die Absperrungen samt Hinweisschildern werden nachts aufgestellt, Einsatzfahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger dürfen dann jedoch durchgehend die Hindernisse passieren. Umleitungen werden ausgeschildert. Über die genauen Daten, an denen die Absperrungen aufgestellt werden, werde die Stadt die Öffentlichkeit zeitnah informieren. Ausgenommen von den Sperrungen ist lediglich die viel befahrene Wulfener Straße (Schlossallee). Dort war in der Vergangenheit schon mal eine andere „Schutzzone“ eingerichtet worden: Zwischen der Einfahrt zum Schloss und dem Beginn des dortigen Waldgebiets waren auf mehreren hundert Metern Länge von Ende Februar bis Ende Mai die Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 km/h reduziert und Verkehrsschilder mit dem Hinweis „Amphibienwanderung“ installiert worden.

Siehe auch: Naturraum Üfter Mark
Siehe auch: Naturschutzbund


Quelle: DZ vom18. Februar 2025

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