„Lasst uns an eine bessere Welt glauben“ – Jahresprogramm des Museums
„Oh To Believe in Another World“ lautet das Motto des Ausstellungsjahres 2005 im Essener Museum Folkwang, zu dem Kunst-Interessenten aus Dorsten regelmäßig besuchen. 2025 widmen sich laut Direktor Peter Gorschlüter acht Ausstellungen – unter anderem von William Kentridge, Germaine Krull und Paula Rego – großen Themen: „Sie alle haben an eine bessere Welt geglaubt – lasst uns das auch tun.“
Mit „Walk this Way“ und „Photography Masters“ eröffnet das Museum am 24. Januar das Jahr 2005. Die Präsentation von Yusuf Hassan/Blackmass Publishing zeigt bis 27. April den kulturellen Einfluss von 50 Jahren Hip-Hop und Schwarzer Kultur. Der US-amerikanische Choreograf Richard Siegal zeigt vom 15. März bis 13. April die Performance „Lunar Cycle“ . Er kombiniert Tanz, Musik, Licht und das Publikum, um sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts ist im Museum Folkwang vom 20.März bis 22.Juni die Ausstellung „Frau in Blau“ zu sehen – über die obsessive Beziehung des Künstlers Oskar Kokoschka zu der Wiener Komponistin Alma Mahler-Werfel.
Zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs präsentiert das Museum ab April die Installation „D’un Musée L’Autre“ des französischen Konzeptkünstlers Raphaël Denis, in der es um Beschlagnahmungen der Folkwang-Sammlung 1937 geht. „The Personal and The Political“ heißt die Retrospektive über das Werk der portugiesisch-britischen Künstlerin Paula Rego (1935–2022). Vom 16. Mai bis 7. September sind rund 120 Arbeiten, darunter Zeichnungen, Gemälde und Puppen, zu sehen. Rego verarbeitet in ihren Werken intime Erlebnisse, persönliche Erfahrungen und politische Geschichte.
Ausstellung mit Dresden
Anlässlich des 70. Geburtstags von William Kentridge kommt der südafrikanische Künstler nach Essen. Die Doppel-Ausstellung „Listen to the Echo“ , die zusammen mit Kentridge und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden entstanden ist, zeigt vom 4. September 2025 bis 18. Januar 2026 Zeichnungen, Animationsfilme und Installationen. Kentridge hat sich vor allem mit der Industrialisierung und den Folgen des Kolonialismus befasst. Vom 10. Oktober 2025 bis 4. Januar 2026 widmet sich „Stimmen der Zeit – Eine Oral History“ den Protagonisten der Fotografie des 20. Jahrhunderts. Unter dem Titel „Germain Krull: Chien Fou“ zeigt das Museum vom 25. November 2025 bis 15. März 2026 den Nachlass der Fotografin und Autorin mit Abzügen, Negativen, Texten, Briefen und Reportagen. – Auch das Ausstellungsformat „61/2 Wochen“ wird fortgeführt, der Eintritt in die Sammlung bleibt frei.
Quelle: Antonia Strotmann in RN vom 22. November 2024